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Dienstag, 14.10.2025

Wirtschaftsnobelpreis: Verbindungen der ausgezeichneten Wissenschaftler zur Uni Graz

Christian Gehrke, Wolf Rauch und Joel Mokyr (v. l.)

Der diesjährige Wirtschaftsnobelpreisträger Joel Mokyr (rechts) war 2010 an der Uni Graz zu Gast, Christian Gehrke (links) und der damalige Dekan Wolf Rauch begrüßten den Vortragenden der Schumpeter Lectures. Foto: Uni Graz

Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt erhalten den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2025. Und die drei Forscher haben Verbindungen zur Universität Graz. Zum einen waren Aghion und Mokyr Vortragende bei den „Graz Schumpeter Lectures“. Zum anderen beschäftigen sich Aghion und Howitt mit der Theorie der „schöpferischen Zerstörung durch Innovation“. Diesen Begriff hatte der Sozialwissenschaftler Joseph Alois Schumpeter, der Professor an der Uni Graz war, geprägt.

Die Bekanntgabe der renommierten Wirtschaftsauszeichnung am 13. Oktober 2025 bildete zugleich das Finale der Nobelpreis-Woche. Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt teilen sich die mit einer Million Euro dotierte Prämie.

„Den Nobelpreis 2025 bekommen sie für ihre Beiträge, dass es ohne Innovationen kein langfristiges Wachstum gibt“, erklärt Wirtschaftswissenschaftler Maik Schneider, der auch das Graz Schumpeter Centre leitet. Und in der Tradition des Namensgebers des Zentrums an der Uni Graz arbeiten die frischgebackenen Nobelpreisträger. Denn der Sozialwissenschaftler Joseph Alois Schumpeter (1883-1950), der von 1911 bis 1919 an der Universität Graz lehrte und forschte, kreierte den Begriff der „schöpferischen Zerstörung“.

Daran knüpfen Philippe Aghion und Peter Howitt mit ihrer „Schumpeterianischen Wachstumstheorie“ an. Maik Schneider begründet: „Denn technologische Innovationen, die einerseits Produkte und Dienstleistungen verbessern, können andererseits zerstörerisch wirken, weil Vorhandenes durch Neues ersetzt wird.“

Aktuelle Forschungen am Graz Schumpeter Centre schließen genau hier an. So untersucht Maik Schneider, wie möglichst viele vom technischen Fortschritt profitieren können.⇒ mehr erfahren

Generell verdeutlichen der diesjährige Nobelpreis, unterstreicht Schneider, und die Forschung am Graz Schumpeter Centre, wie aktuell Schumpeters Ideen bis heute sind. Schneider erkennt im Preis auch ein Signal an Europa: „Wir müssen darauf achten, dass wir im Technologiewettbewerb dabei sind und unser Innovationspotenzial für langfristiges Wachstum nutzen.“

Neben dem berühmten Forscher Joseph Alois Schumpeter gibt es eine weitere Querverbindung zur Uni Graz. Zwei der drei Nobelpreisträger hielten hier im Rahmen der „Graz Schumpeter Lectures“ Vorlesungen: Philippe Aghion war 2009 und Joel Mokyr 2010 an der Universität Graz zu Gast.

Philippe Aghion
Nobelpreisträger Philippe Aghion hielt 2009 Vorlesungen im Rahmen der Schumpeter Lectures an der Uni Graz. Foto: Uni Graz
Maik Schneider ©Uni Graz/Tzivanopoulos
©Uni Graz/Tzivanopoulos
Maik Schneider, Leiter des Graz Schumpeter Centre, zeigt Querverbindungen zwischen Wirtschaftsnobelpreis 2025 und Uni Graz auf. Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos
Erstellt von Andreas Schweiger

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